Inhalt dieses Ratgebers
Eine Website kann auf einem großen Bildschirm gut aussehen und im Alltag trotzdem Probleme bereiten. Vielleicht ist die gewünschte Leistung schwer zu finden, ein Formular erklärt seine Fehler nicht oder die zuständige Person kann keine Inhalte ändern. Für die Freigabe benötigen Sie deshalb mehr als einen Eindruck von Farben und Bildern.
Prüfen Sie den Entwurf anhand echter Aufgaben. Dabei geht es nicht darum, jede technische Einzelheit selbst zu kontrollieren. Sie sollten erkennen können, ob die Website die vereinbarten Aufgaben erfüllt und welche Punkte vor der Veröffentlichung noch bearbeitet werden müssen.
Das Angebot ohne Vorwissen verstehen
Bitten Sie eine Person, die Ihr Unternehmen wenig kennt, die Startseite anzusehen. Fragen Sie anschließend, was angeboten wird, für wen die Leistung gedacht ist und wie eine Anfrage möglich wäre. Geben Sie währenddessen keine Erklärungen. Sonst prüfen Sie Ihre eigene Einführung statt der Website.
Wenn die Antwort nur „irgendetwas mit Beratung“ lautet, hilft möglicherweise eine konkretere Aussage. Ein großer Unternehmensname und ein abstrakter Werbesatz ersetzen keine Beschreibung des Angebots. Auf den Leistungsseiten sollte sich der erste Eindruck vertiefen: Umfang, Voraussetzungen und Ablauf müssen zu Ihrem tatsächlichen Betrieb passen.
Die mobile Ansicht als eigenständige Nutzung prüfen
Öffnen Sie die Vorschau auf einem Smartphone und erledigen Sie eine Aufgabe vom Anfang bis zum Ende. Suchen Sie beispielsweise eine Leistung, lesen Sie deren Beschreibung und wechseln Sie zur Anfrage. Prüfen Sie auch eine längere Unterseite und eine Seite mit mehreren Bildern.
- Sind Menü und Kontaktwege ohne Suche erreichbar?
- Lassen sich Texte ohne seitliches Verschieben lesen?
- Bleiben wichtige Bildinhalte nach dem Zuschnitt sichtbar?
- Decken feste Elemente keine Inhalte oder Formularfelder ab?
- Funktionieren die vorgesehenen Links und Bedienelemente?
Eine schmale Bildschirmvorschau im Büro ist hilfreich, ersetzt aber nicht jede Nutzung auf einem tatsächlichen Gerät. Wenn etwas unpraktisch ist, notieren Sie die betroffene Seite und die konkrete Aufgabe statt nur „mobil verbessern“.
Bedienung nicht allein von Maus und Farbe abhängig machen
Prüfen Sie, ob Links und Formulare mit der Tastatur erreichbar sind und erkennbar bleibt, welches Element gerade ausgewählt ist. Betrachten Sie außerdem Kontraste, Beschriftungen und Fehlermeldungen. Ein roter Rahmen allein erklärt beispielsweise noch nicht, welche Angabe in einem Formular fehlt.
Die Gestaltungshinweise der W3C Web Accessibility Initiative behandeln unter anderem Kontraste, erkennbare Bedienelemente und beschriftete Formularfelder. Solche Prüfungen helfen, konkrete Probleme zu finden. Sie ersetzen keine vollständige fachliche Prüfung einer behaupteten Barrierefreiheit.
Das Formular bis zum empfangenen Ergebnis testen
Senden Sie eine realistische Anfrage mit einer etwas längeren Beschreibung. Prüfen Sie anschließend im vorgesehenen Postfach, ob alle Angaben angekommen sind und eine Antwort möglich ist. Wiederholen Sie den Vorgang mit einem fehlenden Pflichtfeld und einer unvollständigen E-Mail-Adresse.
Die Rückmeldung auf der Website sollte jeweils verständlich sein. Nach einer erfolgreichen Übermittlung braucht der Absender eine Bestätigung; bei einem Fehler sollte er wissen, was zu ändern ist. Bereits eingegebene Informationen sollten nicht unnötig verloren gehen.
Falls Dateien übertragen werden, prüfen Sie die vereinbarten Formate und Grenzen. Falls eine automatische E-Mail versendet wird, lesen Sie deren Betreff und Text. Eine Eingangsbestätigung darf nicht versehentlich einen Auftrag oder einen Termin zusagen.
Die technische Freigabe nachvollziehbar dokumentieren
Lassen Sie sich bestätigen, welche technischen Prüfungen durchgeführt wurden. Dazu können Erreichbarkeit der Seiten, Verschlüsselung, interne Links, Weiterleitungen und Einstellungen für Suchmaschinen gehören. Bei einer Vorschau muss außerdem klar sein, welche Einstellungen zur Veröffentlichung geändert werden.
Google beschreibt im SEO-Leitfaden, dass Suchmaschinen Inhalte erreichen und verstehen können müssen. Eine technisch erreichbare Seite ist damit noch keine Garantie für Indexierung oder gute Platzierungen. Der Anbieter sollte die konkret vorgesehenen SEO-Arbeiten erklären können.
Wenn eine bisherige Website ersetzt wird, gehört deren Bestand in diese Prüfung. Die Relaunch-Checkliste erklärt genauer, warum wichtige URLs und passende Weiterleitungen vor dem Wechsel betrachtet werden sollten.
Die eigene Pflege einmal praktisch durchführen
Wenn Sie später Inhalte ändern sollen, bearbeiten Sie bei der Übergabe selbst ein Beispiel. Tauschen Sie etwa ein Bild aus, ergänzen Sie einen Absatz oder aktualisieren Sie eine Leistung. Der Anbieter kann dabei unterstützen; trotzdem sollte erkennbar werden, ob die vereinbarte Pflege mit Ihren Zugängen möglich ist.
Notieren Sie außerdem, wer bei technischen Fragen zuständig ist, welche Dienste verwendet werden und welche laufenden Aufgaben vereinbart wurden. Eine Website ist nicht vollständig übergeben, nur weil ihre öffentliche Adresse funktioniert.
Offene Punkte nach ihrer Wirkung ordnen
Ein nicht ankommendes Formular und ein gewünschter anderer Bildausschnitt sind unterschiedliche Probleme. Halten Sie bei jedem Punkt fest, was beobachtet wurde, welche Aufgabe betroffen ist und wer ihn bearbeitet. So lässt sich sachlich entscheiden, was vor dem Start erledigt werden muss und was als spätere Änderung geplant wird.
Für Webdesign bei PEMKO werden die vorgesehenen Seiten und Funktionen im Projektumfang abgestimmt. Über die Projektanfrage können Sie auch schildern, welche Anforderungen Ihre bisherige Website noch nicht erfüllt. Konkrete Beispiele helfen dabei mehr als eine allgemeine Forderung nach einem moderneren Auftritt.
Ihr nächster Schritt
Besprechen wir Ihre Website.
Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.
Projekt anfragenAktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber