Branchenratgeber

Webseite für Weingüter

Eine Weingut-Website verbindet Sortiment, Herkunft, Besuchsmöglichkeiten und Bestellung. So planen Sie Inhalte und Abläufe, bevor Sie Gestaltung oder Shop beauftragen.

Garten mit geometrisch angeordneten Beeten und Wegen
Symbolbild · Foto: Lissaa Spiridonova / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO4 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Auf einer Website für ein Weingut treffen unterschiedliche Anliegen zusammen. Manche Besucher kennen bereits einen Wein und möchten ihn erneut bestellen. Andere planen einen Besuch oder suchen Informationen zu einer Probe. Wieder andere möchten erst verstehen, wer hinter dem Betrieb steht. Wenn Sie die Webseite erstellen lassen, sollten diese Wege früh im Seitenaufbau erkennbar werden.

Ein großes Landschaftsbild kann den Einstieg unterstützen. Die eigentliche Planung beginnt jedoch mit Ihrem Sortiment, den tatsächlich angebotenen Besuchsmöglichkeiten und der Frage, wie Bestellungen bearbeitet werden.

Sortiment und Verfügbarkeit gemeinsam planen

Entscheiden Sie zunächst, welche Informationen pro Wein gepflegt werden sollen. Dazu können Bezeichnung, Jahrgang, Flaschengröße, Beschreibung und aktuelle Verfügbarkeit gehören. Fachliche Produktangaben liefern und prüfen Sie selbst. Für die Website wird daraus eine wiederholbare Produktdarstellung entwickelt, in der nicht jede neue Flasche eine eigene Gestaltungsarbeit auslöst.

Ein Beispiel: Ein Jahrgang ist ausverkauft, sein Nachfolger aber noch nicht erhältlich. Die Seite sollte diesen Zustand verständlich zeigen können. Eine weiterhin sichtbare Bestellschaltfläche mit erst später erklärter Nichtverfügbarkeit schafft unnötige Rückfragen. Legen Sie fest, wer solche Änderungen einträgt und wie schnell Informationen aktualisiert werden müssen.

Bestellwege bewusst auswählen

Ein vollständiger Onlineshop ist ein anderer Auftrag als ein Sortiment mit persönlicher Bestellanfrage. Beschreiben Sie, wie der Verkauf tatsächlich erfolgen soll. Werden Anfragen gesammelt und anschließend bestätigt? Soll ein vorhandenes Verkaufssystem eingebunden werden? Welche Arbeit übernimmt Ihr Betrieb nach dem Absenden?

Für einen Shop müssen unter anderem Produktpflege, Bestellung, Versandinformationen und Zahlungsabwicklung zusammen geplant werden. Die fachlichen und rechtlichen Angaben des Angebots werden dabei gesondert abgestimmt. Ein sichtbarer Warenkorb allein beschreibt den Auftrag nicht vollständig. Wenn zunächst nur Anfragen möglich sind, sollte der Kontaktweg auch so bezeichnet werden.

Besuche und Veranstaltungen verständlich darstellen

Wer eine Weinprobe plant, braucht andere Angaben als jemand, der eine einzelne Flasche sucht. Zeigen Sie die tatsächlich verfügbaren Formate und erklären Sie, ob feste Termine bestehen oder Gruppen individuell anfragen. Dazu passen Informationen zu Ort, Dauer, Gruppengröße und dem weiteren Abstimmungsweg, soweit diese bereits feststehen.

Ein Formular für eine Gruppenanfrage kann Wunschdatum, ungefähre Personenzahl und eine Rückkontaktmöglichkeit aufnehmen. Es sollte keine Buchungsbestätigung vortäuschen, wenn Sie den Termin erst persönlich prüfen. Bei wechselnden Veranstaltungen müssen abgelaufene Termine erkennbar behandelt werden, statt dauerhaft zwischen aktuellen Angeboten zu stehen.

Herkunft und Arbeit anhand eigener Bilder zeigen

Beschreiben Sie den Betrieb mit tatsächlichen Personen, Arbeitsabläufen und verwendbarem Bildmaterial. Eine Auswahl aus Weinberg, Keller und Verkauf kann verschiedene Seiten Ihrer Arbeit zeigen. Ergänzen Sie kurze Erläuterungen, damit aus einer Bildfolge mehr als eine dekorative Galerie wird.

Für Bildbearbeitung und Grafik sind Originaldateien und vorhandene Etiketten hilfreich. Verpackungsbilder benötigen andere Ausschnitte als eine breite Einstiegsaufnahme. Lassen Sie daher früh prüfen, welches Material geeignet ist. Eigene Qualitätsaussagen und Auszeichnungen werden nur übernommen, wenn sie tatsächlich zutreffen und aktuell verwendbar sind.

Die Pflege am Jahresverlauf ausrichten

Planen Sie wiederkehrende Änderungen bereits beim Aufbau: neue Jahrgänge, verfügbare Weine, Besuchszeiten und Veranstaltungstermine. Diese Inhalte sollten an wenigen nachvollziehbaren Stellen gepflegt werden. Dieselbe Öffnungszeit an mehreren unabhängigen Textstellen erhöht den Abstimmungsaufwand.

  • Eine verantwortliche Person für Sortiment und Verfügbarkeit benennen.
  • Aktuelle Produktdaten und verwendbare Bilder gesammelt bereitstellen.
  • Terminpflege und Entfernung vergangener Veranstaltungen festlegen.
  • Empfänger und Bearbeitung von Bestell- sowie Besuchsanfragen bestimmen.
  • Eine typische Änderung vor der Übergabe selbst durchführen.

Mit vollständigen Besucherwegen beauftragen

Prüfen Sie im Entwurf drei Aufgaben: einen bestimmten Wein finden, einen Besuch vorbereiten und eine Bestellung oder Anfrage abschließen. Testen Sie diese Wege auch auf dem Smartphone. So wird sichtbar, ob Sortiment, Bilder und Kontaktmöglichkeiten im Alltag zusammenarbeiten.

Bei PEMKO können Sie Webdesign und Umsetzung auf diese Abläufe abstimmen. Nennen Sie über die Projektanfrage Ihr vorhandenes Sortimentssystem, gewünschte Bestellwege und verfügbare Bilder. Daraus lässt sich ein Umfang ableiten, der zur Organisation Ihres Weinguts passt.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber

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