Branchenratgeber

Webseite für Übersetzer

Eine Übersetzerwebsite muss Leistungsumfang und benötigte Anfrageangaben präzise darstellen. So ordnen Sie Sprachrichtungen, Textarten, Termine und vertrauliche Dokumente.

Besprechungsraum mit Tischen und Stühlen
Symbolbild · Foto: Max Vakhtbovych / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO4 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Wer eine Übersetzung beauftragen möchte, hat meist einen Text und eine Zielvorstellung, aber nicht unbedingt eine genaue Leistungsbeschreibung. Ihre Website sollte deshalb erklären, welche Sprachrichtungen und Textarten Sie bearbeiten und welche Angaben für eine Einschätzung gebraucht werden. Wenn Sie die Webseite erstellen lassen, wird diese Zuordnung zum Ausgangspunkt der Struktur.

Ein allgemeines Versprechen „Übersetzungen in bester Qualität“ hilft dabei wenig. Konkrete Informationen zu Ihrer Arbeit und ein durchdachter Anfrageweg sind für die Beauftragung wesentlich brauchbarer.

Sprachrichtungen und Leistungen genau benennen

Die Nennung zweier Sprachen allein erklärt nicht zwingend, in welche Richtung Sie übersetzen. Stellen Sie Ihre tatsächlich angebotenen Sprachrichtungen eindeutig dar. Zusätzliche Leistungen wie Überarbeitung, Korrektur oder Dolmetschen werden nur aufgeführt, wenn sie zu Ihrem Angebot gehören.

Wenn Sie unterschiedliche Textarten bearbeiten, beschreiben Sie die relevanten Unterschiede. Eine Produktbeschreibung, ein Fachtext und eine veröffentlichungsfertige Broschüre können andere Vorbereitung und Abstimmung erfordern. Die Website muss daraus keine starre Preisliste ableiten, sollte aber erklären, weshalb die Anfrage mehr Informationen als nur eine Seitenzahl benötigt.

Fachgebiete anhand passender Aufgaben erläutern

Zeigen Sie, in welchen Gebieten Sie tatsächlich arbeiten und welche Erfahrungen dafür relevant sind. Eine kurze Beschreibung typischer Textaufgaben hilft mehr als eine sehr lange Liste möglicher Branchen. Besondere Qualifikationen und Bezeichnungen werden korrekt und mit zutreffendem Umfang dargestellt.

Ein Beispiel könnte die Übersetzung einer bestehenden Unternehmensbroschüre sein. Dabei werden Ausgangsdatei, Zielpublikum und spätere Verwendung besprochen. Wenn der Auftraggeber eine bestimmte Form oder Anerkennung benötigt, sollte dies vor der Beauftragung individuell geklärt werden. Die Website sollte keine pauschale Verwendbarkeit für jede Stelle versprechen.

Die Anfrage mit den richtigen Angaben vorbereiten

Für eine erste organisatorische Einschätzung helfen Ausgangs- und Zielsprache, Textart, ungefährer Umfang und gewünschter Termin. Auch der Verwendungszweck kann relevant sein: Ein interner Informationstext ist anders abzustimmen als ein öffentlich veröffentlichtes Dokument.

  • Welche Sprachrichtung wird benötigt?
  • Um welche Art von Text handelt es sich?
  • In welchem Format liegt die Datei vor?
  • Wofür soll die Übersetzung verwendet werden?
  • Welcher gewünschte Termin muss besprochen werden?
  • Wie kann eine Rückfrage gestellt werden?

Diese Fragen müssen nicht alle als Pflichtfelder im Standardformular erscheinen. Erklären Sie, was zunächst genügt und was anschließend gemeinsam geklärt wird. Ein angegebener Termin ist noch keine bestätigte Lieferzusage.

Dokumente über einen abgestimmten Weg austauschen

Viele Texte enthalten vertrauliche Unternehmens- oder persönliche Angaben. Fordern Sie daher nicht pauschal vollständige Dokumente über einen gewöhnlichen offenen Dateiupload an. Legen Sie fest, wie benötigtes Material nach der ersten Zuordnung übermittelt werden soll.

Auch die Dateibearbeitung gehört in die Auftragsklärung. Ist eine bearbeitbare Ausgangsdatei vorhanden oder lediglich ein Scan? Soll nur Text geliefert oder ein bestehendes Layout berücksichtigt werden? Diese Unterschiede beeinflussen den Umfang. Die Website kann sie verständlich erklären, ohne vertrauliche Beispieldateien öffentlich zeigen zu müssen.

Arbeitsproben und Mehrsprachigkeit bewusst planen

Veröffentlichbare Beispiele können Ihren Umgang mit Text zeigen. Sie müssen aber tatsächlich verwendet werden dürfen. Freie Muster werden als solche gekennzeichnet; Kundentexte oder frühere Arbeiten werden nicht ohne Klärung übernommen. Eine kurze Erläuterung der Aufgabe macht eine Probe nachvollziehbarer.

Wenn Ihre eigene Website mehrere Sprachfassungen erhält, wird deren Pflege mitgeplant. Eine neue Leistung oder Kontaktänderung muss in den betroffenen Fassungen nachgeführt werden. Bei Webdesign und Umsetzung werden Sprachauswahl, Seitensystem und Verantwortlichkeiten deshalb gemeinsam betrachtet.

Sprachfassungen eindeutig benennen

Bezeichnen Sie die auswählbaren Website-Sprachen verständlich. Eine Flagge allein kann mehrdeutig sein und erklärt keine Übersetzungsrichtung Ihres Angebots. Prüfen Sie außerdem, ob die Sprachauswahl jeweils zum entsprechenden Inhalt führt oder einen nachvollziehbaren alternativen Einstieg bietet.

Die Beauftragung und spätere Pflege praktisch durchspielen

Testen Sie den Entwurf mit zwei unterschiedlichen Anfragen: einer klar beschriebenen Unternehmensaufgabe und einer noch unvollständigen Anfrage. Beide Besucher sollten wissen, welche Angaben benötigt werden und wie sie den nächsten Schritt beginnen. Auf dem Smartphone müssen Sprachwahl und Kontaktwege ebenso nutzbar bleiben.

Hosting und E-Mail können in die technische Planung einbezogen werden. Für die Projektanfrage bei PEMKO reichen Ihre Sprachrichtungen, Leistungen und gewünschten öffentlichen Bereiche. Vertrauliche Übersetzungsaufträge sind für diese erste Websitebesprechung nicht erforderlich.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber

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