Ratgeber / Planung & Praxis

Logo und Website gemeinsam gestalten lassen: So planen Sie den Auftrag

Wenn Logo und Website zusammen entstehen, können Varianten und Anwendungen gemeinsam geprüft werden. Entscheidend sind ein gemeinsames Briefing und getrennt benannte Liefergegenstände.

Pinsel und Malwerkzeuge in einem Atelier
Symbolbild · Foto: Burcu Elmas / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO5 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Bei einer Neugründung oder Neuausrichtung werden oft gleichzeitig ein Logo, eine Website und erste Geschäftsdrucksachen benötigt. Diese Arbeiten gemeinsam zu beauftragen, kann Entscheidungen zusammenführen: Farben, Schriften und Bildsprache werden dann an den tatsächlichen Anwendungen geprüft. Dafür müssen Logoentwicklung und Website-Erstellung trotzdem als eigene Aufgaben im Angebot erkennbar sein.

Ein gemeinsamer Auftrag ist auch möglich, wenn Ihr Logo erhalten bleiben soll. Dann wird nicht zwangsläufig eine neue Marke entwickelt. Stattdessen wird geklärt, welche vorhandenen Elemente weiterverwendet werden können und welche Dateien oder Regeln für Website und andere Anwendungen fehlen.

Zuerst entscheiden, ob das Logo wirklich geändert werden muss

Prüfen Sie, was Sie am bisherigen Auftritt stört. Ist das Logo selbst schlecht lesbar oder fehlen nur geeignete Dateien? Passen Name und Gestaltung weiterhin zu Ihrem Unternehmen? Vielleicht wirkt die Website uneinheitlich, obwohl das Logo unverändert funktionieren würde.

Aus dieser Prüfung ergeben sich unterschiedliche Aufträge: vorhandenes Logo technisch aufbereiten, Varianten ergänzen, Gestaltung behutsam überarbeiten oder ein neues Logo entwickeln. Diese Aufgaben haben einen anderen Umfang. Eine Website-Neugestaltung ist für sich genommen noch kein Grund, ein eingeführtes Logo zu ersetzen.

Ein gemeinsames Briefing für echte Anwendungen

Beschreiben Sie, wo die Gestaltung eingesetzt werden soll. Neben Website und Visitenkarte können das Angebote, Fahrzeugbeschriftungen, Schilder, Präsentationen oder Profilbilder sein. Nicht jede Anwendung muss sofort gestaltet werden. Die wichtigsten sollten jedoch bekannt sein, damit das Logo nicht nur in einer einzigen Größe beurteilt wird.

Zum Briefing gehören Ihr Angebot, die gewünschte Schreibweise des Unternehmensnamens und vorhandene Unterlagen. Beispiele anderer Gestaltungen helfen, Vorlieben zu erklären. Benennen Sie dabei das konkrete Merkmal: eine ruhige Farbpalette, gut lesbare Schrift oder eine reduzierte Bildmarke. Das ist brauchbarer als die Vorgabe, eine fremde Gestaltung möglichst ähnlich nachzubauen.

Das Logo im Website-Entwurf prüfen

Ein Logo auf einer großen weißen Fläche lässt sich anders beurteilen als im schmalen Kopfbereich einer mobilen Website. Lassen Sie deshalb eine mögliche Gestaltung in mindestens einigen vorgesehenen Anwendungen zeigen. Dazu können eine Desktop-Kopfzeile, die mobile Ansicht und ein kleines Profilbild gehören.

Prüfen Sie, ob der Name lesbar bleibt und ob helle oder dunkle Hintergründe eine andere Variante benötigen. Eine Wort-Bild-Kombination kann beispielsweise im Seitenkopf eingesetzt werden, während für eine kleine quadratische Fläche eine gesonderte Lösung nötig ist. Solche Varianten werden gezielt vereinbart und nicht erst kurz vor der Veröffentlichung improvisiert.

Farben, Schriften und Bilder brauchen eigene Regeln

Das Logo bestimmt nicht jede gestalterische Entscheidung der Website. Eine Unternehmensfarbe kann als Akzent dienen, während längere Texte andere Farbkombinationen benötigen. Auch die Schrift im Logo muss nicht automatisch die Schrift für sämtliche Seiteninhalte sein.

Vereinbaren Sie daher eine kurze Dokumentation der verwendeten Farben, Schriften und Varianten. Darin kann auch stehen, welche Schriftdateien benötigt werden und welche Nutzungsbedingungen dafür gelten. Für die Bildsprache helfen Beispiele: Welche Motive sind geeignet, wie werden sie zugeschnitten und wie werden eigene Projektbilder mit ergänzenden Bildern kombiniert?

Ein mögliches Projekt: Ein Betrieb behält seine Wortmarke, erhält eine helle Variante für dunkle Flächen und neue Bildformate für die Website. Erst danach werden Visitenkarte und Angebotsvorlage angepasst. Der Zusammenhang entsteht durch gemeinsame Anwendungen, nicht durch eine möglichst große Zahl neuer Logovarianten.

Die Lieferdateien vorab festlegen

Fragen Sie, welche Dateien Sie nach Abschluss erhalten und wofür diese geeignet sind. Ein kleines Vorschaubild reicht für spätere Anwendungen nicht aus. Sinnvoll kann eine Liste nach Einsatz sein:

  • Logo-Dateien für die Website und andere digitale Anwendungen.
  • Geeignete Dateien für die vereinbarten Druckvorlagen.
  • Helle, dunkle oder einfarbige Varianten, soweit beauftragt.
  • Dokumentation von Farben, Schriften und Einsatzregeln.
  • Bearbeitbare Ausgangsdateien, soweit deren Übergabe vereinbart ist.

Ein Dateiname allein sagt wenig über den Inhalt aus. So kann SVG neben Vektorformen auch Bilder und Text enthalten; das beschreibt die SVG-Spezifikation des W3C. Lassen Sie daher prüfen, ob die gelieferte Datei für den gewünschten Einsatz vorbereitet ist, statt nur eine bestimmte Endung zu verlangen.

Korrekturen und Freigaben zusammenhängend organisieren

Vereinbaren Sie, in welcher Reihenfolge die Gestaltung entschieden wird. Wenn Name, Logo und Grundfarben noch offen sind, sollten davon abhängige Druckvorlagen nicht bereits endgültig ausgearbeitet werden. Umgekehrt kann eine frühe Website-Anwendung zeigen, dass eine Logovariante angepasst werden muss.

Sammeln Sie Rückmeldungen mit einer zuständigen Person. Beschreiben Sie, was im vorgesehenen Einsatz nicht funktioniert, statt mehrere widersprüchliche Einzelwünsche weiterzugeben. Anzahl und Umfang der Korrekturrunden gehören ins Angebot, ebenso der Umgang mit einer späteren neuen gestalterischen Richtung.

Den gemeinsamen Auftrag konkret anfragen

Nennen Sie die Anwendungen, die tatsächlich benötigt werden, und legen Sie vorhandene Logo-Dateien bei. Bei PEMKO lassen sich Grafikdesign und Website-Erstellung gemeinsam planen. Aus Ihrer Anfrage sollte hervorgehen, ob das vorhandene Logo bleiben, überarbeitet oder neu entwickelt werden soll. Daraus können die einzelnen Liefergegenstände und ihre Reihenfolge abgeleitet werden.

Ihr nächster Schritt

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Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber

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