Branchenratgeber

Webseite für Anwaltskanzleien

Eine Kanzleiwebsite soll Zuständigkeiten verständlich machen und den ersten Kontakt organisieren. So planen Sie Rechtsgebiete, Personenprofile und sichere Übergänge zur Mandatsanfrage.

Besprechungsraum mit Tischen und Stühlen
Symbolbild · Foto: Max Vakhtbovych / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO4 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Wer eine Anwaltskanzlei sucht, muss zunächst erkennen, ob sein Anliegen zum Tätigkeitsbereich passt und wie ein erster Kontakt möglich ist. Eine Website sollte diese Orientierung geben, ohne bereits eine individuelle rechtliche Einschätzung zu versprechen. Wenn Sie die Webseite erstellen lassen, werden deshalb Rechtsgebiete, Ansprechpartner und Anfrageablauf gemeinsam geplant.

Dieser Aufbau betrifft die Darstellung Ihrer Kanzlei. Fachliche Aussagen, Berufsangaben und die Bedingungen einer Mandatsanbahnung werden von der Kanzlei geprüft und freigegeben; sie entstehen nicht aus allgemeinen Werbetexten.

Rechtsgebiete aus Sicht der Anfrage ordnen

Eine Liste juristischer Bezeichnungen kann fachlich zutreffen und für Besucher trotzdem schwer einzuordnen sein. Ergänzen Sie kurze Beschreibungen dazu, welche Arten von Anliegen Ihre Kanzlei bearbeitet. Die Texte sollten das Tätigkeitsfeld erläutern, ohne einen Fall anhand weniger Merkmale bereits zu bewerten.

Beispiel: Eine Seite kann erklären, dass die Kanzlei Unternehmen bei bestimmten Vertragsfragen begleitet, wer dafür zuständig ist und wie die Kontaktaufnahme beginnt. Sie muss dafür weder einen möglichen Ausgang versprechen noch eine allgemeine Rechtsanleitung für jeden Einzelfall liefern. Die Abgrenzung Ihres Angebots ist hilfreicher als eine möglichst lange Liste von Stichworten.

Personen und Zuständigkeiten zusammen darstellen

Profile helfen, den passenden Ansprechpartner zu finden. Zeigen Sie tatsächliche Namen, Rollen, freigegebene Qualifikationen und die zugeordneten Tätigkeitsbereiche. Wenn mehrere Personen denselben Bereich betreuen, sollte der Besucher nicht raten müssen, an wen er sich zuerst wenden soll.

Planen Sie die Pflege dieser Verknüpfungen. Ein Personenwechsel betrifft möglicherweise Profilseite, Rechtsgebietsseite und Kontaktbereich zugleich. Ein gemeinsamer Datenbestand kann solche Änderungen vereinfachen. Für Portraits und weitere Bilder müssen verwendbare Dateien vorliegen; dekorative Gerichtsaufnahmen ersetzen keine Information über Ihre tatsächliche Kanzlei.

Den Erstkontakt datensparsam gestalten

Ein gewöhnliches Kontaktformular sollte vor allem den Rückkontakt und eine grobe organisatorische Zuordnung ermöglichen. Für den ersten Schritt können Name, Kontaktmöglichkeit und eine allgemeine Themenauswahl genügen. Fordern Sie dort nicht pauschal Schriftsätze, ausführliche Sachverhalte oder vertrauliche Dokumente an.

Wenn Unterlagen benötigt werden, wird dafür ein gesonderter, von der Kanzlei abgestimmter Übermittlungsweg vorgesehen. Erklären Sie, was nach einer Anfrage geschieht und wann erst eine individuelle Prüfung erfolgt. Eine automatische Eingangsbestätigung muss sprachlich zu diesem Ablauf passen und darf keine Annahme eines Mandats suggerieren, wenn darüber noch nicht entschieden wurde.

Dringlichkeit und Erreichbarkeit organisatorisch erklären

Nennen Sie aktuelle Kontaktzeiten und den tatsächlich betreuten Kommunikationsweg. Wenn das allgemeine Formular nicht laufend bearbeitet wird, darf sein Erscheinungsbild keine sofortige Rückmeldung erwarten lassen. Hinweise für zeitkritische Anliegen werden von der Kanzlei selbst festgelegt.

Mehrere Standorte benötigen eindeutig zugeordnete Anschriften, Ansprechpartner und Besuchsbedingungen. Eine zentrale Telefonnummer kann sinnvoll sein, wenn der weitere Ablauf erklärt wird. Karten oder zusätzliche Anwendungen sind nur dann nötig, wenn sie Besuchern wirklich helfen; eine ausgeschriebene Anschrift und Hinweise zur Terminvereinbarung bleiben unabhängig davon nutzbar.

Fachbeiträge als redaktionelle Aufgabe behandeln

Ein Wissensbereich ist nur dann sinnvoll, wenn Zuständigkeit, fachliche Prüfung und Aktualisierung geregelt sind. Trennen Sie allgemeine Informationen von der Vorstellung Ihrer Beratungsleistungen. Datum und verantwortliche Person helfen dabei, den Stand eines Beitrags einzuordnen.

Für die Websiteplanung können Sie zunächst mit wenigen tatsächlich benötigten Informationen beginnen. Es ist keine Voraussetzung, sofort zahlreiche Rechtsartikel zu veröffentlichen. Der Umfang von Gestaltung und Umsetzung sollte zur verfügbaren redaktionellen Betreuung passen.

  • Tätigkeitsbereiche und zugehörige Ansprechpartner liefern.
  • Berufs- und Qualifikationsangaben fachlich freigeben.
  • Kontaktwege und Text der Eingangsbestätigung abstimmen.
  • Den gesonderten Weg für vertrauliche Unterlagen festlegen.
  • Verantwortlichkeiten für Profile und Fachbeiträge benennen.

Die Website vor Freigabe aus Besuchersicht prüfen

Testen Sie, ob ein neuer Besucher den passenden Bereich findet und die Kontaktaufnahme versteht. Prüfen Sie außerdem, welche Informationen tatsächlich im Postfach ankommen und wer sie bearbeitet. Für Hosting und E-Mail werden bestehende Dienste sowie Zuständigkeiten separat aufgenommen.

Über die Projektanfrage an PEMKO genügen zunächst Kanzleigröße, vorhandene Website und gewünschte Funktionen. Mandatsunterlagen sind dafür nicht erforderlich. Auf dieser Grundlage lassen sich Inhalt, Gestaltung und technische Organisation Ihres Kanzleiauftritts besprechen.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber

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