Branchenratgeber

Website für B2B-Großhändler

Im Großhandel zählen klare Produktdaten, passende Ansprechpartner und ein Anfrageweg, der zu Ihrem Vertrieb passt.

Lagerregale mit Kartons
Symbolbild · Foto: Ryan Klaus / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO4 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Eine Website für einen B2B-Großhändler muss unterschiedliche Informationsstände berücksichtigen. Bestandskunden kennen oft eine Artikelnummer, neue Interessenten suchen zunächst eine Produktgruppe oder einen geeigneten Lieferanten. Eine klare Struktur ermöglicht beide Einstiege. Vor dem Webdesign sollte feststehen, welche Informationen öffentlich sein sollen, wann der Vertrieb übernimmt und ob ein geschützter Kundenbereich tatsächlich benötigt wird. Diese Entscheidung prägt Inhalt, technische Umsetzung und spätere Pflege.

Den Zweck des Katalogs festlegen

Ein öffentlicher Katalog kann das Sortiment erklären und qualifizierte Anfragen vorbereiten. Ein Bestellportal erfüllt zusätzliche Aufgaben, etwa kundenspezifische Konditionen oder den Umgang mit Bestellungen. Diese Funktionen sollten nicht beiläufig miteinander vermischt werden. Beschreiben Sie zuerst, was ein Besucher am Ende eines typischen Vorgangs erreichen können soll.

Bei einem breiten Sortiment sind verlässliche Produktmerkmale wichtig. Welche Filter sinnvoll sind, ergibt sich aus den tatsächlichen Daten und den Fragen Ihrer Abnehmer. Ein Filter nach Material, Anschluss oder Gebinde hilft nur, wenn alle relevanten Artikel entsprechend gepflegt sind. Eine unvollständige Datenbasis sollte vor einer umfangreichen Suche bereinigt werden.

Produktdaten auf die Beschaffung ausrichten

Im Einkauf zählen eindeutige Bezeichnungen, Ausführungen und Unterlagen. Eine Produktseite sollte erkennen lassen, welche Variante beschrieben wird und welche Angaben für eine Anfrage benötigt werden. Technische Datenblätter können ergänzen, ersetzen aber keine verständliche Einordnung auf der Seite. Versionsstand und Zuordnung von Dokumenten müssen nachvollziehbar sein.

  • Artikelnummern und gebräuchliche Bezeichnungen konsistent führen.
  • Einheiten, Gebinde und Varianten eindeutig unterscheiden.
  • Dokumente nur mit passender Freigabe und aktuellem Stand bereitstellen.
  • Ähnliche Produkte anhand der entscheidenden Merkmale vergleichbar machen.

Wenn Daten aus einem bestehenden Waren- oder Produktsystem kommen, ist diese Quelle zuerst zu prüfen. Entscheidend sind Exportmöglichkeiten, Datenqualität und Zuständigkeiten. Eine Schnittstelle sollte erst verbindlich geplant werden, wenn ihre technischen Möglichkeiten und der erforderliche Pflegeablauf bekannt sind.

Angebotsanfragen an Ihren Vertrieb anpassen

Ein Formular kann Produktbezug, gewünschte Menge, Ausführung und einen benötigten Termin aufnehmen. Die Felder sollten so gewählt sein, dass Ihr Team die Anfrage zuordnen kann. Eine umfangreiche Kundenerfassung ist nicht automatisch erforderlich. Für den ersten Kontakt reichen möglicherweise Unternehmen, Ansprechpartner und eine erreichbare E-Mail-Adresse.

Bei mehreren Produktbereichen kann eine Zuordnung zum passenden Team sinnvoll sein. Diese Verteilung muss intern klar geregelt sein. Die Website darf keine verbindliche Lieferfähigkeit oder Preiszusage aus einer allgemeinen Anfrage ableiten. Wenn eine Position erst geprüft werden muss, sollte der weitere Ablauf genau das erklären. Auch Rückfragen zu bestehenden Angeboten benötigen einen erkennbaren Weg.

Geschützte Bereiche nur mit klarem Nutzen planen

Ein Login erhöht den Aufwand für Betrieb und Unterstützung. Legen Sie daher fest, welche Inhalte tatsächlich geschützt sein müssen und wer Zugang erhält. Geht es um Unterlagen, individuelle Preise oder eine Bestellfunktion? Für jeden Fall werden andere Rechte und Abläufe benötigt. Eine Anmeldung allein löst diese organisatorischen Fragen nicht.

Für Konten müssen Freigabe, Änderung und Sperrung geregelt sein. Auch der Umgang mit ausgeschiedenen Ansprechpartnern gehört dazu. Eine mögliche Umsetzung sollte anhand konkreter Rollen beschrieben werden, bevor sie beauftragt wird. PEMKO kann den technischen Umfang mit Ihnen prüfen; vorhandene Systeme und verfügbare Schnittstellen bestimmen die tatsächlich umsetzbare Lösung.

Unternehmensinformationen knapp und überprüfbar halten

Neue Abnehmer brauchen eine sachliche Vorstellung Ihres Betriebs. Nennen Sie Produktbereiche, tatsächliche Zuständigkeiten und die angebotene Unterstützung. Zertifikate oder besondere Zulassungen sollten nur mit zutreffendem Geltungsbereich und freigegebenen Unterlagen erscheinen. Behauptungen über Lieferfähigkeit oder Marktstellung ersetzen keine konkreten Informationen.

Die Kontaktseite sollte Einkauf und Vertrieb nicht verwechseln. Zeigen Sie, an wen sich Kunden mit Produktanfragen wenden und welche Angaben eine Bearbeitung erleichtern. Ein separates Thema kann die Zusammenarbeit mit neuen Lieferanten sein, wenn Ihr Betrieb dafür einen vorgesehenen Weg hat. So werden unterschiedliche Anliegen nicht in einem unspezifischen Formular zusammengeführt.

Mit einem prüfbaren Projektumfang starten

Stellen Sie Beispielartikel, eine typische Angebotsanfrage und Informationen zu den vorhandenen Systemen zusammen. Damit lassen sich Struktur und Webdesign konkret planen. Hosting und E-Mail sowie die laufende Wartung gehören bei einem Katalog mit Kundenfunktionen früh zur Abstimmung. In Ihrer Anfrage an PEMKO können Sie den gewünschten ersten Ausbauschritt und mögliche spätere Funktionen getrennt beschreiben.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber

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