Inhalt dieses Ratgebers
Ein Handwerksbetrieb wird oft mit einer konkreten Frage gesucht: Übernehmen Sie diese Arbeit, kommen Sie an den genannten Ort und wie lässt sich das Vorhaben besprechen? Ihre Website sollte diese Fragen beantworten, bevor sie ausführlich über den Betrieb erzählt. Wenn Sie eine Webseite für Handwerker erstellen lassen, beginnt die Planung deshalb mit Ihren tatsächlichen Aufträgen. Sammeln Sie einige typische Anfragen und solche, die nicht zu Ihrem Betrieb passen. Daraus lässt sich ableiten, welche Informationen auf der Website fehlen und welche Arbeiten Sie deutlich voneinander trennen sollten.
Leistungen nach dem Anliegen der Kunden gliedern
Die interne Organisation Ihres Betriebs ist nicht automatisch eine verständliche Navigation. Ein Kunde kennt vielleicht das Problem, aber nicht die genaue Bezeichnung des zuständigen Gewerks. Benennen Sie Leistungen deshalb mit gebräuchlichen Begriffen und ergänzen Sie bei Bedarf typische Einsatzsituationen. Trennen Sie größere Projekte, kleinere Reparaturen und laufende Betreuung, sofern Sie diese tatsächlich anbieten. Auf jeder Leistungsseite sollten Umfang, Grenzen und nächster Schritt erkennbar sein. Eine allgemeine Aufzählung sämtlicher denkbarer Arbeiten erzeugt dagegen Erwartungen, die Ihr Team später korrigieren muss. Für die Planung der Website ist eine kurze, abgestimmte Leistungsliste daher hilfreicher als ein umfangreicher Werbetext.
Einzugsgebiet und Erreichbarkeit konkret beschreiben
Geben Sie an, in welchen Orten oder Regionen Sie gewöhnlich arbeiten. Unterscheiden Sie dabei zwischen dem regulären Einsatzgebiet und weiter entfernten Projekten, die Sie nach Absprache übernehmen. Eine Liste vieler Ortsnamen hilft wenig, wenn Anfahrt, Ansprechpartner und Auftragsumfang offenbleiben. Ebenso wichtig sind erreichbare Zeiten: Eine sichtbare Telefonnummer verspricht noch keinen Bereitschaftsdienst. Wenn Sie tagsüber auf Baustellen arbeiten, erklären Sie den üblichen Rückrufweg. Planbare Besichtigungen sollten als Terminvereinbarung bezeichnet werden. So vermeiden Sie, dass Kunden eine Nachricht mit einer sofort bestätigten Beauftragung verwechseln. Änderungen an Kontaktzeiten müssen sich ohne Umgestaltung der gesamten Startseite pflegen lassen.
Projektbilder mit nachvollziehbaren Informationen verbinden
Ein Foto sollte mehr zeigen als ein sauberes Endergebnis. Beschreiben Sie knapp, welche Aufgabe bestand, was Ihr Betrieb übernommen hat und welche Besonderheiten berücksichtigt wurden. Bei einem Umbau kann beispielsweise der laufende Betrieb relevant gewesen sein, bei einer Reparatur die Erhaltung vorhandener Bauteile. Nennen Sie nur eigene Leistungen und verwenden Sie Bilder, deren Veröffentlichung geklärt ist. Ein Vorher-nachher-Paar braucht vergleichbare Perspektiven, damit der Unterschied erkennbar bleibt. Für zugeschnittene, farblich abgestimmte und verständlich beschriftete Aufnahmen kann Bildbearbeitung sinnvoll sein. Eine große Bildermenge ersetzt jedoch keine sorgfältige Auswahl und keine klare Projektbeschreibung.
Das Anfrageformular an Ihren Arbeitsalltag anpassen
Fragen Sie zuerst nach dem Arbeitsort, der gewünschten Leistung und einer kurzen Beschreibung. Eine Auswahl zwischen Reparatur, Erneuerung und Neubau kann die interne Zuordnung erleichtern. Fragen Sie anschließend nur Informationen ab, die für den nächsten Bearbeitungsschritt benötigt werden. Freiwillige Fotos können helfen; ein Formular sollte aber auch ohne vorbereitete Unterlagen nutzbar bleiben. Wer ein Angebot erwartet, muss erkennen können, ob zunächst eine Besichtigung erforderlich ist. Legen Sie außerdem fest, wer Nachrichten prüft und Rückfragen beantwortet. Ein gut gestaltetes Formular löst kein Zuständigkeitsproblem im Betrieb. Testen Sie den Ablauf deshalb mit einer realistischen Beispielanfrage auf einem Smartphone.
Umfang und Kosten der Website auseinanderhalten
Die Zahl der Leistungen beeinflusst die Seitenplanung, ist aber nicht der einzige Aufwandstreiber. Entscheidend ist auch, ob Texte und Bilder bereits vorliegen, mehrere Ansprechpartner eingebunden werden und bestehende Inhalte übernommen werden sollen. Eine Stellenübersicht, ein zusätzlicher Sprachbereich oder eine Anbindung an vorhandene Software können weitere Aufgaben erzeugen. Lassen Sie einmalige Erstellung und laufende Betreuung getrennt beschreiben. Für Updates und Wartung sollten Zuständigkeit und Umfang vereinbart sein. Vermeiden Sie Angebote, bei denen zwar ein günstiger Einstieg genannt wird, aber die spätere Inhaltsübernahme, Bildaufbereitung oder Einweisung ungeklärt bleibt.
Vor dem Start die Unterlagen und Freigaben sammeln
Bereiten Sie eine aktuelle Leistungsliste, Kontaktdaten, vorhandene Gestaltung und ausgewählte Projektbilder vor. Ergänzen Sie, welche Anfragen Sie häufiger erhalten und welche Aufträge Sie bewusst nicht übernehmen. Bestimmen Sie eine Person, die Entwürfe und Texte verbindlich freigeben kann. Im ersten Entwurf sollten Besucher ohne Erklärung die passende Leistung und den Kontaktweg finden. Erst danach lohnt es sich, zusätzliche Inhalte auszubauen. Prüfen Sie vor Veröffentlichung Telefonnummern, Formularantworten und sämtliche Projektzuordnungen. Über eine Projektanfrage an PEMKO können Sie den vorhandenen Stand und die noch benötigten Arbeiten beschreiben; daraus lässt sich ein konkreter Websiteumfang ableiten.
Ihr nächster Schritt
Besprechen wir Ihre Website.
Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.
Projekt anfragenAktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber