Branchenratgeber

Webseite für Immobilienmakler

Eine Maklerwebsite muss unterschiedliche Wege für Eigentümer und Suchende anbieten. So planen Sie Objektseiten, aktuelle Bestände und eine passende Kontaktaufnahme.

Heller Wohnraum mit großen Fenstern
Symbolbild · Foto: Curtis Adams / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO4 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Eine Immobilienwebsite wird nicht nur nach einzelnen Objekten besucht. Eigentümer informieren sich über eine mögliche Zusammenarbeit, Suchende vergleichen Angebote und bestehende Kontakte möchten einen Ansprechpartner erreichen. Wenn Sie die Webseite erstellen lassen, sollten diese Aufgaben im Aufbau getrennt berücksichtigt werden.

Eine große Objektliste beantwortet noch nicht, welche Leistung Sie anbieten. Umgekehrt hilft eine ausführliche Unternehmensvorstellung wenig, wenn aktuelle Angebote schwer zu finden sind. Beide Bereiche brauchen passende Einstiege.

Eigentümer und Suchende unterschiedlich ansprechen

Für Eigentümer erklären Sie Ihren tatsächlichen Leistungsumfang und den Weg zur ersten Abstimmung. Welche Aufgaben übernehmen Sie, welche Informationen werden zunächst benötigt und wer meldet sich zurück? Eine allgemeine Anfrage ist dabei nicht automatisch eine verbindliche Bewertung oder Beauftragung.

Suchende benötigen dagegen aktuelle Objektdaten und einen nachvollziehbaren Anfrageweg. Ein beispielhafter Seitenaufbau kann deshalb mit zwei gleich erkennbaren Einstiegen beginnen. Die dahinterliegenden Inhalte werden jeweils auf das Anliegen ausgerichtet, statt beide Zielgruppen durch denselben langen Werbetext zu führen.

Objektdaten mit einer verantwortlichen Quelle pflegen

Klären Sie vor der Umsetzung, wo Ihre Objekte verwaltet werden. Werden Daten manuell eingetragen oder aus einem vorhandenen System übernommen? Welche Felder, Bilder und Statusangaben sollen übertragen werden? Eine Schnittstelle ist nur dann hilfreich, wenn klar ist, welches System bei Änderungen maßgeblich bleibt.

Denken Sie an den gesamten Verlauf eines Angebots: veröffentlicht, geändert, reserviert oder nicht mehr verfügbar. Die genaue Benennung wird mit Ihrem tatsächlichen Arbeitsablauf abgestimmt. Ein nicht mehr verfügbares Objekt sollte nicht weiterhin wie ein aktuell anfragbares Angebot erscheinen. Regeln für Archivierung und Weiterleitung werden deshalb früh festgelegt.

Bilder, Grundrisse und Beschreibungen zusammen zeigen

Ein Objekt braucht eine verständliche Darstellung, nicht nur viele Bilder. Ordnen Sie Ansichten so, dass Räume und Zusammenhänge nachvollziehbar werden. Grundrisse und weitere Dokumente benötigen lesbare Formate, die auch auf einem Smartphone geprüft werden können.

Eigentümerfreigaben, veröffentlichbare Angaben und die fachliche Richtigkeit der Objektinformationen werden vorab geklärt. Bildbearbeitung darf die Darstellung nicht durch unbelegte Eigenschaften ersetzen. Für Bildaufbereitung und Exposé-Gestaltung werden Originaldateien, benötigte Varianten und tatsächliche Verwendungszwecke gesammelt.

Eine Objektanfrage eindeutig zuordnen

Besucher sollten nicht den vollständigen Objekttitel abschreiben müssen. Eine Anfrage kann die eindeutige Objektzuordnung übernehmen und daneben Name, Rückkontakt sowie eine kurze organisatorische Nachricht erfassen. Testen Sie, ob diese Zuordnung im empfangenen Postfach tatsächlich sichtbar bleibt.

Fordern Sie nicht vorsorglich Ausweiskopien, Finanzunterlagen oder umfangreiche persönliche Nachweise im allgemeinen Kontaktformular an. Ein später erforderlicher Austausch wird über einen gesonderten, abgestimmten Weg organisiert. Auch eine automatische Rückmeldung darf keinen Besichtigungstermin bestätigen, bevor dieser tatsächlich vereinbart ist.

Die eigene Leistung unabhängig vom Bestand darstellen

Wenn gerade wenige Objekte verfügbar sind, sollte die Website trotzdem erklären, wie Sie arbeiten. Stellen Sie Ansprechpartner, Leistungsumfang und den Ablauf einer Zusammenarbeit dar. Verwendete Projektbeispiele oder Kundenstimmen müssen tatsächlich vorliegen und zur Veröffentlichung freigegeben sein.

Ein leeres Objektarchiv ist keine Unternehmensvorstellung. Planen Sie deshalb Inhalte, die Ihren Betrieb auch unabhängig vom laufenden Bestand beschreiben. Dazu gehören ebenfalls Besuchsmöglichkeiten und Erreichbarkeit, soweit sie zu Ihrer Arbeitsweise passen.

  • Objektverwaltung und erforderliche Datenfelder erfassen.
  • Statuswechsel und Zuständigkeit für Aktualisierungen festlegen.
  • Freigegebene Bilder, Grundrisse und Beschreibungen bereitstellen.
  • Anfragen für Eigentümer und Suchende getrennt durchspielen.
  • Verantwortliche für Bestands- und Unternehmensinhalte benennen.

Objektunterlagen eindeutig zuordnen

Wenn freigegebene Exposés heruntergeladen werden können, sollten Dateiname und sichtbare Bezeichnung zum jeweiligen Objekt passen. Prüfen Sie, welche Fassung aktuell ist und ob zurückgezogene Unterlagen weiterhin verlinkt werden. Eine Downloadfunktion braucht dieselbe Pflege wie die öffentlich sichtbaren Objektdaten.

Mit einem echten Objekt den Entwurf testen

Prüfen Sie die geplante Darstellung mit einem tatsächlichen, veröffentlichbaren Beispieldatensatz. Lange Titel, unterschiedliche Bildformate und fehlende optionale Angaben zeigen früh, ob die Vorlage im Alltag funktioniert. Auch die mobile Anfrage gehört in diesen Test.

PEMKO kann Webdesign und Umsetzung anhand dieser Anforderungen planen. Nennen Sie über die Projektanfrage Ihr vorhandenes Verwaltungssystem, gewünschte Objektbereiche und die geplanten Kontaktwege. So wird die Website als Teil Ihres tatsächlichen Ablaufs aufgebaut.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber

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