Branchenratgeber

Onlineshop erstellen lassen

Ein Shop braucht mehr als Produktbilder. Wie Sie Sortiment, Bestellablauf, Versand und Pflege vor der Umsetzung festlegen.

Versandfertige Pakete im Lieferfahrzeug
Symbolbild · Foto: Tima Miroshnichenko / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO4 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Wer einen Onlineshop erstellen lassen möchte, muss zwei Aufgaben verbinden: Kunden sollen Produkte finden und bestellen können. Ihr Betrieb muss die Bestellung anschließend mit den verfügbaren Mitteln bearbeiten können. Deshalb beginnt ein Shopprojekt mit dem Sortiment und dem Ablauf nach dem Kauf. Ein schönes Produktbild allein beantwortet noch nicht, welche Größe verfügbar ist, wohin Sie liefern oder wer eine Rückfrage erhält.

Mit einem klaren Startsortiment beginnen

Für die Planung hilft eine vollständige Liste der Artikel, die zum Start tatsächlich verkauft werden sollen. Dazu gehören Namen, Beschreibungen, Bilder, Preise und die Angaben, die Käufer zur Auswahl benötigen. Manche Waren kommen ohne Auswahl aus. Andere haben Größen, Farben, Gebinde oder unterschiedliche Ausführungen. Diese Unterschiede wirken sich auf Produktseiten, Lagerpflege und die benötigten Daten aus.

WooCommerce unterscheidet beispielsweise einfache und variable Produkte. Bei variablen Produkten können Ausführungen eigene Preise, Bestände und Bilder haben. Die offizielle Produktdokumentation beschreibt die verfügbaren Grundtypen. Welche davon Ihr Shop benötigt, sollte anhand echter Artikel entschieden werden. Eine Beispieltabelle mit einem unkomplizierten und einem schwierigen Produkt macht offene Fragen früh sichtbar.

Produktseiten müssen eine Auswahl ermöglichen

Ordnen Sie Informationen nach der Entscheidung des Käufers. Zuerst muss er verstehen, was angeboten wird und welche Ausführung passt. Danach folgen Details wie Material, Maße, Pflege oder Lieferumfang. Verstecken Sie wesentliche Unterschiede nicht in einem Bild oder einer langen Beschreibung. Produktfotos sollten das konkrete Angebot zeigen und zueinander passen. Bei erklärungsbedürftigen Waren können Detailaufnahmen oder eine Größenübersicht sinnvoll sein.

Auch die Kategorien brauchen eine nachvollziehbare Ordnung. Eine kleine Auswahl benötigt nicht dieselben Filter wie ein großes Sortiment. Legen Sie fest, welche Merkmale wirklich bei der Suche helfen. Ein Filter ohne gepflegte Daten lässt Produkte verschwinden oder liefert unbrauchbare Ergebnisse. Wenige zuverlässig gefüllte Merkmale sind für den Einstieg leichter zu kontrollieren.

Den Weg nach dem Bestellbutton durchspielen

Gehen Sie eine Bestellung vom Warenkorb bis zur Übergabe durch. Welche Liefergebiete sind vorgesehen? Wie werden Versandkosten ermittelt? Welche Zahlungsarten werden eingerichtet? Wer prüft eingegangene Bestellungen und verschickt die Ware? Berücksichtigen Sie auch Abholung, fehlende Ware und Rückfragen. Eine Sonderlösung sollte erst eingebaut werden, wenn der dazugehörige Ablauf im Betrieb feststeht.

  • Testen Sie einen gewöhnlichen Kauf und eine Bestellung mit mehreren Varianten.
  • Prüfen Sie Adressfelder, Versandoptionen und Bestellnachrichten auf dem Handy.
  • Bestimmen Sie, welche Person bei einem fehlgeschlagenen Ablauf nachsieht.
  • Halten Sie fest, wo Bestände gepflegt werden und welche Datenquelle maßgeblich ist.

Rechtstexte und Dienste rechtzeitig bereitstellen

Für den Verkauf nötige Rechtstexte und Pflichtangaben müssen fachlich passend bereitgestellt und bei Bedarf rechtlich geprüft werden. Die Gestaltung einer Website ersetzt diese Prüfung nicht. Das betrifft auch die konkrete Nutzung von Zahlungsdiensten, Versanddiensten und eingebundenen Werkzeugen. Welche Angaben Ihr Shop benötigt, hängt von Ihrem Angebot und Ihrer tatsächlichen Umsetzung ab.

Planen Sie diese Inhalte als Teil des Projekts ein. Wenn Texte oder Verträge erst kurz vor dem Start fehlen, kann der Shop trotz fertiger Gestaltung nicht sinnvoll freigegeben werden. Externe Konten sollten Ihrem Unternehmen gehören. Halten Sie Zugänge, Zuständigkeiten und laufende Kosten der eingesetzten Dienste nachvollziehbar fest.

Den laufenden Betrieb mit beauftragen

Nach dem Start ändern sich Artikel, Bilder und Verfügbarkeiten. Vereinbaren Sie deshalb, was Sie selbst pflegen und welche Unterstützung Sie benötigen. Auch Updates, Sicherungen und die Prüfung des Bestellwegs gehören in einen klar beschriebenen Betriebsumfang. Über Websitepflege und Wartung lässt sich dieser Teil getrennt vom Aufbau besprechen. Für Hosting und E-Mail sollte geklärt sein, welche technischen Anforderungen und bestehenden Postfächer berücksichtigt werden müssen.

Was PEMKO für die erste Einschätzung braucht

Senden Sie eine Übersicht Ihres Sortiments, ein paar vollständige Beispielprodukte und den geplanten Versandablauf. Nennen Sie außerdem vorhandene Systeme und die Personen, die den Shop später bearbeiten. PEMKO kann darauf aufbauend Struktur, Webdesign und den nötigen Funktionsumfang mit Ihnen festlegen. Über die Projektanfrage lässt sich auch klären, ob ein überschaubarer erster Shop oder der Umbau eines bestehenden Angebots zu Ihrem Vorhaben passt.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber

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