Inhalt dieses Ratgebers
Die Website funktioniert grundsätzlich, aber sie passt nicht mehr richtig zu Ihrem Unternehmen. Vielleicht sind neue Leistungen hinzugekommen, die Startseite zeigt zu wenig oder die mobile Ansicht wirkt unübersichtlich. Ein vollständiger Neubau ist dann eine Möglichkeit. Oft lässt sich zunächst genauer eingrenzen, welche Teile tatsächlich verändert werden müssen.
Für eine sinnvolle Beauftragung sollten Sie deshalb nicht nur „neues Design“ anfragen. Beschreiben Sie die Stellen, an denen die Website im Alltag nicht mehr ausreicht. Aus diesem Befund lässt sich ein Auftrag entwickeln, der vorhandene Arbeit berücksichtigt und trotzdem die nötigen Änderungen ermöglicht.
Mit konkreten Problemen beginnen
Notieren Sie drei bis fünf Beobachtungen an der bisherigen Website. Beispiele wären: Eine wichtige Leistung fehlt, Referenzbilder sind auf dem Smartphone kaum erkennbar oder das Formular fragt zu viele Angaben ab. „Die Seite sieht alt aus“ kann ebenfalls ein Anlass sein, sollte aber durch Beispiele ergänzt werden. Schriftgestaltung, Bildauswahl und Seitenaufteilung lassen sich dann einzeln beurteilen.
Trennen Sie diese Beobachtungen von bereits gedachten Lösungen. Vielleicht wünschen Sie einen neuen Slider, obwohl eigentlich die wichtigsten Leistungen sichtbarer werden sollen. Wenn das Ziel beschrieben ist, kann der Webdesigner mehrere geeignete Umsetzungen prüfen, ohne an einem bestimmten Bedienelement festzuhalten.
Inhalt, Gestaltung und Technik getrennt bewerten
Inhalte
Prüfen Sie, welche Texte noch stimmen und welche Bilder weiterverwendet werden dürfen. Eine gut erklärte Leistung muss nicht neu geschrieben werden, nur weil ihr Seitenlayout geändert wird. Veraltete Ansprechpartner oder unzutreffende Angebote brauchen dagegen eine inhaltliche Überarbeitung, auch wenn die Gestaltung unverändert bleibt.
Gestaltung
Manchmal reichen bessere Bildzuschnitte, andere Abstände und eine überarbeitete Navigation. In anderen Fällen fehlt ein gemeinsamer Aufbau für die einzelnen Seiten. Dann kann ein neues Layout für bestimmte Seitentypen sinnvoll sein, während das Logo und Teile der bestehenden Bildsprache erhalten bleiben.
Technische Grundlage
Hier wird geprüft, ob WordPress, Theme und verwendete Erweiterungen die geplanten Änderungen tragen. Die WordPress-Dokumentation unterscheidet Gestaltung durch Themes von Funktionen durch Plugins. In bestehenden Installationen können beide Bereiche allerdings miteinander verknüpft sein. Ein Theme-Wechsel sollte deshalb nicht ungeprüft als rein optischer Austausch angeboten werden.
Drei mögliche Umfänge für die Überarbeitung
Einzelne Seiten verbessern: Dieser Umfang passt, wenn Aufbau und Technik weiterhin brauchbar sind, aber bestimmte Inhalte fehlen oder schlecht dargestellt werden. Denkbar sind eine neue Leistungsseite, überarbeitete Projektbilder und ein vereinfachter Kontaktbereich. Die übrigen Seiten bleiben nach Prüfung bestehen.
Gemeinsame Seitenvorlagen erneuern: Wiederholen sich dieselben Darstellungsprobleme auf vielen Seiten, können Navigation, Kopfbereich, Typografie und Seitenvorlagen überarbeitet werden. Dabei muss geprüft werden, wie bestehende Texte und Bilder in den neuen Aufbau passen. Eine Änderung am gemeinsamen Layout betrifft häufig mehr als die zuerst betrachtete Startseite.
Technik und Gestaltung neu aufsetzen: Das kommt infrage, wenn vorhandene Komponenten nicht mehr sinnvoll gepflegt werden können, Bearbeitungen stark eingeschränkt sind oder die gewünschte Funktion einen anderen Aufbau verlangt. Auch dann können Texte, Bilder, Logo und bisherige Seitenadressen weiterhin verwendet werden. Ein technischer Neustart bedeutet nicht automatisch einen vollständigen inhaltlichen Neustart.
Eine repräsentative Seite als Arbeitsprobe nutzen
Bevor alle Unterseiten geändert werden, kann eine typische Leistungsseite in einer Testumgebung überarbeitet werden. Verwenden Sie dafür echte Texte, mehrere Bildformate und den vorgesehenen Kontaktweg. An dieser Seite lässt sich beurteilen, ob das neue Layout auch mit längeren Überschriften und Ihrem vorhandenen Material funktioniert.
Ein Beispiel: Ein Betrieb besitzt aktuelle Leistungsbeschreibungen, aber sehr uneinheitliche Projektbilder. Zuerst werden eine Leistungsseite und eine Projektansicht überarbeitet. Danach steht fest, welche Bildaufbereitung und welche Änderungen am gemeinsamen Seitenaufbau für den Rest erforderlich sind. Das Beispiel beschreibt eine mögliche Vorgehensweise, keine pauschale Empfehlung für jede Website.
Bestehende Adressen und Funktionen im Auftrag nennen
Auch eine kleinere Überarbeitung kann Auswirkungen auf gespeicherte Links oder Kontaktwege haben. Halten Sie deshalb fest, welche URLs erhalten bleiben, welche Formulare weiterhin benötigt werden und ob Downloads oder andere Anwendungen betroffen sind. Werden Seiten zusammengeführt, muss der Umgang mit ihren bisherigen Adressen geplant werden.
Die ausführliche technische Abnahme ist im Beitrag zur SEO-Checkliste für den Website-Relaunch beschrieben. Für den begrenzten Überarbeitungsauftrag reicht zunächst eine Liste der betroffenen Seiten und Funktionen. Diese Liste macht den Umfang überprüfbar.
Ein Angebot mit benannten Änderungen anfragen
Ein brauchbares Angebot beschreibt, was verändert wird, welche Materialien übernommen werden und was zunächst außerhalb des Auftrags bleibt. Dazu gehören Korrekturrunden, die Prüfung auf verschiedenen Bildschirmgrößen und die Übernahme der freigegebenen Änderungen in die öffentliche Website. Zusätzliche Probleme sollten erst bewertet werden, bevor sie stillschweigend den Umfang vergrößern.
Bei PEMKO kann eine solche Bestandsaufnahme der Einstieg in ein Webdesign-Projekt sein. Senden Sie über den Kontakt Ihre Webadresse und die auffälligen Stellen. Auf dieser Grundlage lässt sich besprechen, ob einzelne Eingriffe, neue Seitenvorlagen oder ein größerer Umbau zu Ihrer Website passen.
Ihr nächster Schritt
Besprechen wir Ihre Website.
Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.
Projekt anfragenAktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber