Inhalt dieses Ratgebers
Zwei Webdesign-Angebote können ähnlich aussehen und trotzdem unterschiedliche Arbeit enthalten. Eine Seitenzahl und eine Gesamtsumme erklären noch nicht, wer Inhalte erstellt, wie der Entwurf entsteht oder welche Unterstützung nach der Veröffentlichung vorgesehen ist. Ein sinnvoller Vergleich beginnt bei diesen Einzelheiten.
Legen Sie eine gemeinsame Grundlage für alle angefragten Anbieter fest. Beschreiben Sie Ihr Angebot, die wichtigsten Inhalte und benötigte Funktionen. So vermeiden Sie, dass jedes Angebot auf anderen Annahmen beruht und offene Aufgaben erst später sichtbar werden.
Was wird gestaltet und umgesetzt?
Ein Angebot sollte erklären, welche Seiten oder Seitentypen geplant sind und wie die Gestaltung entsteht. Wird eine vorhandene Grundlage angepasst oder ein eigener Entwurf entwickelt? Wie werden unterschiedliche Bildschirmgrößen berücksichtigt? Welche Beispiele oder Zwischenergebnisse können Sie prüfen?
Auch der Umfang der Umsetzung muss klar sein. Eine Seitenvorlage ist nicht dasselbe wie eine vollständig mit Inhalt befüllte Seite. Fragen Sie nach, wenn Bezeichnungen unklar bleiben. Entscheidend ist, welchen bearbeitbaren und geprüften Stand Sie am Ende erhalten.
Wer übernimmt Texte, Bilder und Grafiken?
Dieser Bereich wird häufig zu knapp beschrieben. Klären Sie, ob vorhandene Texte nur eingetragen, redaktionell bearbeitet oder neu entwickelt werden. Dasselbe gilt für Bilder: Auswahl, Zuschnitt, Optimierung und neue grafische Arbeiten sind unterschiedliche Aufgaben.
Erfassen Sie gemeinsam, welche Dateien und Freigaben Sie liefern. Wenn Material fehlt, sollte sein Umgang im Projekt vorgesehen sein. Der Beitrag zu den benötigten Website-Inhalten hilft dabei, Lücken früh zu erkennen.
Eine Vergleichsliste für den Leistungsumfang
| Position | Was konkret beschrieben sein sollte |
|---|---|
| Konzept | Ziele, Seitenstruktur und benötigte Abstimmung. |
| Gestaltung | Entwurf, Seitentypen und Umgang mit Rückmeldungen. |
| Inhalte | Erstellung, Bearbeitung, Einpflege und eigene Beiträge. |
| Funktionen | Aufgabe, benötigte Dienste und zu prüfende Abläufe. |
| Veröffentlichung | Technische Umstellung, Tests und vereinbarte Übergabe. |
| Betrieb | Wiederkehrende Leistungen, Kosten und Ansprechpartner. |
Funktionen anhand eines Beispiels klären
Das Wort „Kontaktformular“ kann sehr unterschiedliche Umfänge bezeichnen. Eine kurze Nachricht ist etwas anderes als ein Formular mit mehreren Empfängern oder Dateiupload. Beschreiben Sie deshalb den gewünschten Ablauf aus Sicht eines Besuchers.
Fragen Sie auch nach dem Ergebnis hinter dem Formular. Wohin wird die Nachricht gesendet? Welche Rückmeldung erhält der Absender? Wer prüft den Empfang? Solche Punkte machen die Funktion überprüfbar und verhindern, dass die Abnahme nur die sichtbare Oberfläche betrachtet.
Änderungen und Freigaben nachvollziehbar vereinbaren
Klären Sie, wie Rückmeldungen gesammelt und umgesetzt werden. Welche Überarbeitungen gehören zum vereinbarten Entwurf? Wie werden zusätzliche Wünsche behandelt? Eine verständliche Regelung hilft beiden Seiten, den Umfang im Blick zu behalten.
Benennen Sie außerdem, wer bei Ihnen verbindlich freigibt. Wenn mehrere Personen beteiligt sind, sollten widersprüchliche Rückmeldungen zunächst intern geklärt werden. Die Briefing-Checkliste unterstützt diese Vorbereitung.
Checkliste vor der Beauftragung
- Beruhen die Angebote auf denselben Projektanforderungen?
- Sind eigene Leistungen und benötigte Unterlagen benannt?
- Ist der Umfang von Text, Bild und Grafik verständlich?
- Werden Funktionen mit ihrem tatsächlichen Ablauf beschrieben?
- Ist der Umgang mit Rückmeldungen und zusätzlichen Wünschen klar?
- Welche Zugänge und Unterlagen erhalten Sie bei der Übergabe?
- Welche wiederkehrenden Kosten und Zuständigkeiten bleiben bestehen?
Die Übergabe konkret beschreiben lassen
Fragen Sie, welche Zugänge, Dateien und Informationen nach Abschluss des Projekts übergeben werden. Bei verwendeten Erweiterungen oder Bildmaterial sollte nachvollziehbar sein, welche Nutzung vereinbart ist und welche laufenden Leistungen bestehen. Eine allgemeine Aussage zur Übergabe ersetzt diese Übersicht nicht. Wenn Sie später Inhalte selbst pflegen möchten, gehört außerdem eine passende Einweisung in den Umfang. Eine praktische Aufgabe, etwa das Ergänzen eines Projekts, macht diese Leistung überprüfbar.
Den Gesamtpreis richtig einordnen
Erst nach der inhaltlichen Prüfung lässt sich ein Preis sinnvoll beurteilen. Eine niedrigere Summe kann weniger Arbeit enthalten; eine höhere Summe muss nicht automatisch zu Ihrem Bedarf passen. Die Erklärung der Website-Kostenfaktoren hilft, die Unterschiede zuzuordnen.
Bei einem Gesamtprojekt sollten Webdesign, SEO-Arbeiten und Hosting samt E-Mail jeweils konkret beschrieben sein. Über die Projektanfrage können Sie Ihr Vorhaben und bereits bekannte Anforderungen nennen. Daraus lässt sich ein nachvollziehbarer Leistungsumfang entwickeln.
Ihr nächster Schritt
Besprechen wir Ihre Website.
Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.
Projekt anfragenAktualisiert am 18.09.2026 · Weitere Ratgeber